Beiträge von Chefin

    So wird es korrekt gemacht, stimmt schon


    Aber ich hab auch schon gesehen, das jemand den Null-Punkt Wert verändert. Ich passe den ja selbst auch an. Weil ich den kurzen Leerweg am Anfang nicht mag. Meistens sind da 1% oder 1,5% eingestellt. Das soll Toleranzen ausgleichen. Ich stell das dann auf den genauen Auslesewert. Allerdings hab ich mir da ebenfalls schon genau dieses Ei gelegt. Deswegen nun 0,5% Leerweg. Aber ich will halt nicht hinten raus feuern, sondern den Leerweg möglichst null haben.


    Egal...wer daran rumspielt sollte eben wissen, was dabei alles schief gehen kann. Und dann auch in der Lage sein, den Fehler selbst wieder zu beheben. Oder eben die Finger weg lassen, wenn man nicht weis was man da tut.

    Nur um es auszuschliessen: der Gasgriff bei dem Moped das sich nicht umstellen lässt ist nicht verändert bzw irgendeine Programmierung geändert.


    Hintergrund: der Gasgriff geht nicht auf Null, das Poti zeigt einen kleinen Wert an. In der Programmierung gilt dieser Wert als Gasgriff bei Null. Das können dann 10% Potiwert sein. Und oben genauso. Nun gibt es leute die gerne ihren Auspuff beim gaswegnehmen nachbrennen lassen. Wird das unsauber programmiert, erkennt das System nicht mehr das Gasgriff wirklich gerade auf Null ist. Und weigert sich zu wechseln.


    Nur so eine Idee, oder am Gasgriff selbst klemmt vieleicht etwas und er bleibt 1% zu früh stehen. Das ist am Leerlauf kaum zu erkennen aber 11% ist halt nicht 10% für den Computer.

    Wo steht das er 250 Euro für Reifen nimmt. Da ist Inspektion, Bremsflüssigkeit(wird nur bei großer Inspektion gemacht) und Bremsbeläge drin. Und ja, selber machen ist natürlich billiger. In meiner Werkstatt liegen für ca 5000 Euro Werkzeuge, damit ich zum einen alles machen kann, zum anderen ordentlich. Da kommt halt keine 5 Euro Baumarktzange her, sondern eine 25 Euro Rothenberger. Und kein Ali Express Drehmo sondern ein Stier und einen Geodore. Alleine der Ratschenkasten waren 500 Euro. Ist aber alles drin und das in einer Qualität die keine Schrauben runddreht.


    Könnte man sicherlich auch mit viel weniger Geld machen. Aber so sieht es dann meist auch aus nach der 2. Reparatur. Schraubenköpfe halb rund gedreht. Gewinde an der Abreisgrenze festgezerrt. Aluspäne im Gewindegang nach dem rausdrehen. Und die Software für Diagnose habe ich noch garnicht gekauft bisher. Die ist nicht ganz billig.

    Saarländer wahr gesprochen


    brale69

    Nein, ich entwickel Maschinen und muss immer eine Kosten/Nutzen Kalkulation machen. Bringt schliesslich nichts, wenn ich 100.000 ausgebe und in 5 Jahren nur 80.000 einspare. Und dann die Maschine revidert werden muss und weitere Kosten frisst. Ich mache also beruflich solche Berechnungen. Da bekommt man eine gewisse Erfahrung wie sich Kosten und Preise zusammen setzen. Und da wir immer gute Gewinne einfahren, muss ich mir aktuell keine Sorgen machen um meinen Arbeitsplatz. Genug Reserven vorhanden.

    Leider wird das, was dann über bleibt, durch fehlende Ausbildung und KnowHow glänzen. Ich denke nicht das wir dabei gewinnen.


    Bedenke dabei, das der Staat bereits 200 bekommt von den 1100. Wie wäre es, wenn du einfach selbst eine Werkstatt aufmachst, die unterbezahlten Mitarbeiter der Abzockerbude abwirbst und dann billiger den Service anbietest. Du wärst der Held der Arbeit. Dein Urteil basiert auf einer Zahl. Denk da mal dran. Du weist nicht welche Reifen er genommen hat. Ob es Probleme mit dem Service gab. Service heist ja nicht, das wir schauen was alles kaputt ist und das niederschreiben, sondern es reparieren. Wäre da nie was zu reparieren, könnten wir uns den Service komplett sparen. Wieso rumschauen, wenn da nie was kaputt geht.


    Also ich würde mir jedenfalls ein solches Urteil und Abzockerbude nicht pauschal nur deswegen erlauben weil jemand 1100 ruft. Ohne weitere Details zu wissen. Zumindest würde ich vorher nachfragen, wie ein Betrag dieser Größe zustande kommt. Normal wäre 500-600 für große Inspektion(da sind aber keine Bremsbelagswechsel drin). Es reicht wenn dann irgendwo ein Sensor defekt ist, schon hast weitere 100 drauf. Und meine letzten Reifen waren über 400 incl Montage beim Händler für 2 Reifen.


    Muss natürlich nicht heisen, das es nicht wirklich zu teuer war. Aber das ist bei dieser Faktenlage bestenfalls spekulativ und je nach dem was repariert wurde, sogar möglich das es billig war.

    Tja, die jüngeren unter euch werden es nicht verstehen.


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    Jo, da freu sich die Werkstatt. Die lebt von kaputten Mopeds.

    Naja, 1 Jahr oder 10.000km. Denke also das Öl wurde nicht bei 10k gewechselt. Sonst wäre das ja der erste Wechsel nach 4-5 Jahren erst erfolgt. Immerhin dürfte eine RN29 ein paar Jahre auf dem Buckel gehabt haben bevor sie 2021 abgestellt wurde. Glaube nicht das man hier sagen kann: wurde bei 10k gewechselt. In 4-5 Jahren nur 11k gefahren. Möglicherweise wurde sogar noch garnicht gewechselt.


    Meine Tracer wurde bei 12k gewechselt. Weil ich bei 10500 eine Alpentour gemacht habe, die 1500km in einer Woche dazu gebracht hat. Aber vorher keinen Termin mehr bekommen habe. Und da war sie gerade mal 14 Monate alt. 13 Monate nach dem 1000er bei 1600. Auf dem Land wohnen heist eben auch 50-100km nur bis zum Händler, da Yamaha Werkstatt wegen Gewährleistung nötig war.

    Im Rennsport füllt man erstmal ein billiges (Baumarkt)Öl rein, passende Viskosität, lässt es mit leichter Last, also wirklich nur 3000-4000U/min einmal gut warm laufen. So werden alte Schmodderreste des 3 Jahre drin stehenden Öles gelöst. Dann nochmal Ölwechsel, jetzt auf das gute Öl. Billiges Öl deswegen weil du es nach 15 Minuten ja ablässt und wegschmeisst.


    Das Öl das 3 Jahre steht lässt alle Schwebstoffe die es aufgenommen hat, absinken und die lagern sich irgendwo dran in der Ölwanne oder im Gehäuse. Und verdichten so, das sie beim ersten Ölwechsel eben noch nicht raus sind. Zumal ich denke du solltest das Öl für den Erstwechsel nicht warm fahren. Das schmiert bestimmt nur noch minimal, wenn überhaupt. Also rauslassen, billig Öl rein, warm fahren(nicht im Stand warm laufen, das Öl sollte Druck bekommen und das Gehäuse gut spülen), rauslassen, Filter wechseln, neues Öl rein. Der alte Filter kann fürs Spülen erstmal drin bleiben, wegen den 150ml passiert da nichts.


    Ist natürlich hoher Aufwand, vieleicht auch etwas Esotherik dabei(ich glaube das es was bringt). Aber da es im Freien war, nicht in geschlossenem Raum, hat es die Temperatur und Feuchteschwankungen voll mitgemacht. Wie gesagt, Motoren die lange gestanden sind im Rennsport werden so wieder reaktiviert. Ausser sie werden zerlegt und überholt, dann braucht man nicht spülen Dazu würde ich noch alle Leitungen aus Gummi auf Risse kontrollieren. Biegen und schauen. Die leiden wie die Reifen unter der Sonne.