Die Kräfte, die zur Bremse und Kupplung übertragen werden hängen stark vom Angriffspunkt des Hebels ab.
Je weiter außen, desto größer der Hebel, desto geringer die aufzuwendende Kraft.
Das ist bekannt.
Weniger bekannt ist, dass die Hand dazu neigt zum Ende des Griffs zu wandern, bis dort der End-Knubbel ertastet wird. Kürzere Finger müssen dann von einer deutlich gestreckteren Position aus den Hebel ziehen, längere Finger die da noch gekrümmt sind, sind klar im Vorteil.
Unterm Strich ist aber das Ende des Griffs selten Ideal zu greifen.
Abhilfe schafft ein Midsize oder Kurzgriff.
Zwar lässt sich einwenden, dass sich der Hebelweg verkürzt, aber die Erfahrung hat (zumindest mir) gezeigt, dass der Knubbel als „Anlehnpunkt“ auf gewissermaßen „halber Strecke“ das Griffgefühl und damit die Bedienbarkeit um „Welten“ verbessert.
Bei der Bremse ist das ohnehin klar, die sind heutzutage nicht mehr mit vollem Hebel anzuknallen. Bei der Kupplung hilft womöglich eine andere Übersetzung des Zugs. Stichwort „Easy Clutch“
Wer Kurzgriffe nicht kennt, sollte an einem Bikertreff oder Händler aufsitzend das Ziehen probieren.