Beiträge von blahwas

    Ich update mich mal und mache eine Liste draus.


    24992 km blahwas (10044 km Versys1, 3006 km MT09, 11942 km Versys2)
    11500 km Bomibaer (10000 km mit der Tracer und 1500 km mit der VTR)
    10000 km Slowy
    10000 km eD1c
    6300 km Emilia
    5000 km Yamaha Driver
    4500 km MaxiPunkt
    3500 km kabelzieher (2000 Kilometer mit der Speedy und etwa 1500 mit der MT)


    Einfach kopieren und sich eintragen oder verbessern.

    Kann man es bedienen, also lauter/leise, play /Pause?


    Akkulaufzeit?


    Laut genug für Fahrten mit Motosafe Gehörschutz?


    Nutze bisher ein einfaches Intercom, mit Gehörschutz und aufdrehen hat man sogar Bass und sperrt die Windgeräusche aus. Autos höre ich trotzdem, Martinshorn natürlich auch.

    Viele Navis lernen durch Fahrten, wie schnell bestimmte Straßentpyen befahren werden. Fährt einer auf Nebenstraßen mit Navi schneller als auf Bundesstraßen, und der Kollege andersrum, werden die Navis bei ähnlichen Streckenlängen unterschiedliche Strecken empfehlen.


    Wenn man wirklich gleich fahren will, bräuchte man Tracks. Wenn man unterwegs reagieren können will, dann muss man damit aber per Kopf navigieren bis man zurück auf dem track ist - auch doof.


    Es hilft alles nix, bei Gruppenfahrten muss man beim abbiegen immer auf seine Mitfahrer warten. Und sich als Guide durchsetzen und nicht an jeder Kreuzung diskutieren. Wer geplant hat, hat Recht.

    Habe jetzt einen Satz Roadtec01 runter gefahren und bin enttäuscht. Wenig Grip, besonders nass und bei Südeuropäische Zauberasphalt. Kaum noch Rückmeldung nach 2000 km. CRA3 grippt um Klassen besser und hält auch nicht weniger.

    Man kann sich auch während der Saison gegenseitig motivieren, mehr zu fahren, und gucken wie man sich so schlägt im Vergleich :) Ohne dass man jetzt nach jeder Fahrt aktualisiert. Nach jeder Reise reicht (bei mir).

    Fr 28.6. Abreise


    Morgens klingelt 5:30 Uhr der Wecker, damit wir um 7 Uhr losfahren können, wenn die Schranke an der Ausfahrt sich erstmals öffnen lassen soll. Der Abbau läuft sauber mit dem Schönheitsfehler, dass mein Zelt von unten völlig nass ist. Auf der neuen Zeltunterlage hat sich offensichtlich eine Pfütze gebildet, die weder abfließen noch verdunsten konnte. Daher muss das Zelt zwingend zeitnah ausgepackt und aufgebaut und getrocknet werden, und das heißt, dass es mit zu mir nach Hause muss, statt bei Michael im Auto mitzufahren und irgendwann von mir abgeholt zu werden. Das wird also leider noch mal eng auf der recht kurzen Sitzbank, denn die Packrolle muss auch noch drauf.


    Ich fahre mit Sebastian 830 km Auto bis Heilbronn, bzw. er fährt mich. Frühstück kaufen wir bei unserem Wohlbekannten Bäcker, gegessen wird aber erst später am Wegesrand. Sebastian hält sein Auto gerne sauber, im Gegensatz zum Motorrad. Dafür haben wir das elegantere Gespann.



    Manuel und Michael (M&M) tauchen wenig später auf und gesellen sich dazu. Dann geht die endlose Fahrerei los. Wir stehen 10 Minuten im morgendlichen Verkehr bei Grenoble (liebevoll Grenobyl genannt), dann läuft es lang rund. Erst in Deutschland auf der A5 haben wir wieder reichlich Stau, es ist ja auch Freitagnachmittag. Dann endlich laden wir an einem Parkplatz an der A6 die Yamaha ab und mein Gepäcktetris beginnt, natürlich in der prallen Sonne.



    Schließlich finde auch noch einen Platz für meine fünf Buchstaben und beginne die 175 km Heimreise auf eigenen Rädern. Irgendwelche Passknacker liegen leider überhaupt nicht auf dem Weg, und durch die kurze Nacht bin ich auch eher nicht fit genug für weite Umwege. Nach 1,5 Stunden Autobahn kommt endlich die Ausfahrt, und es folgen 20 km Landstraßen. Da es 20 Uhr ist, wird es jetzt frisch, und ich bin froh, die Membraninnenjacke zugänglich verpackt zu haben.
    Freundlicherweise ist es noch hell, als ich am Ziel ankomme, und quäle direkt reichlich die Waschmaschine im Elternhaus. Außerdem baue ich das Zelt im Garten auf. Da weiterhin kein Tropfen Regen angekündigt ist, kann dabei ja nicht viel schiefgehen. Die anderen drei sind auch alle gut heimgekommen. So ist der Urlaub nun zu Ende, nur dass ich noch nicht ganz daheim bin.


    Sa 29.6. Zwischenstopp Nürnberg


    Heute Abend habe ich „20 Jahre Abi“-Klassentreffen, und vorher treffe ich noch einen Motorradkumpel, der sich gerade eine Duke 790 zugelegt er. Er will damit seine SuperDuke 950 ersetzen. Mit den beiden hatte ich der Vergangenheit viel Spaß auf Alpentouren, und so genießt man den Mittag in einem Biergarten, wie sich das in Franken halt so gehört.



    So 30.6. Nürnberg nach Essen


    Die letzte Etappe meiner Reise verläuft wenig glorreich mit dem Zug, da ich die MT-09 in Nürnberg lasse - ich werde in ein paar Wochen dorthin umziehen, und so ist schon eines von drei Fahrzeugen umgezogen. Das Gepäck wird insgesamt sehr viel, weil ich die Campingsachen alle noch in den folgenden Wochen brauche – nur das Zelt nicht, da habe ich ein zweites. Da ich auch nicht alle Motorradsachen anziehen will, stopfe ich Stiefel und Hose in die Packrolle. Die geht dann zwar nicht mehr ganz zu, aber es bleibt alles drin.



    Der Schultergurt sorgt für eine sofortige 180°-Drehung, und ich mache mir angesichts des Gewichts auch Sorgen über die Haltbarkeit dieser zwei Haltepunkte. Also verwende ich die beiden Trageschlaufen, dann sind es vier Haltepunkte. Das Ganze ist derart schwer, dass ich mich von einer Nachbarin zum Bahnhof fahren lasse, statt zu laufen, und in Essen fahre ich dann Taxi. Der Luxus darf sein, denn ansonsten war dieser Urlaub sehr günstig. Die Bahn war heute besser als ihr Ruf: Meine beiden Züge waren pünktlich, klimatisiert, sauber und nicht überfüllt. So bin ich dann Sonntagnachmittag wieder gut daheim, und die allermeisten Klamotten sind sogar schon frisch gewaschen. Die Versys lauert auf die nächste Ausfahrt ab Essen, und die MT-09 lauert auf die nächste Ausfahrt ab Nürnberg.


    Fazite folgen :)

    Manuel berichtet von seinem Mittwoch:


    Michael berichtet von seinem Donnerstag:


    Do 27.6. Gemütlicher Ausklang


    Ist heute echt schon der letzte Fahrtag? Was machen wir da? Die Entscheidung fällt auf "Best-Of als Gruppe". Also fahren wir noch mal an den See vom ersten Fahrtag, dort werden wir baden und essen. Daher soll die Tour heute deutlich kürzer werden. Wir können uns auch fast auf eine Route einigen: Ich will noch einen unerledigten Passknacker einsammeln, was Michael zu schmal und verwinkelt ist, aber ab dem zweiten Zwischenziel sind wieder auf einer Route unterwegs.


    Erneut gibt es Brötchen im ersten Ort. Michael seilt sich zum Tanken ab, er hat ja auch den größten Tank, und ich fahre meine Nebenstrecken. Sebastian und Manuel kommen mit. Die Strecken sind tatsächlich eng und verwinkelt und es sind Bauarbeiten im Gang, an denen wir uns aber vorbeiquetschen dürfen. Sonst drohen Schilder bis zu 45 Minuten Wartezeit an. Das macht aber nichts, denn wir werden durch die Baustelle gewunken.




    Dann fangen wir Michael wieder ein und zelebrieren ein letztes Frühstück am Wegesrand. Dieses Mal liegt der Fokus aber nicht auf Sitzgelegenheiten, sondern auf Schatten. Weiter geht es über die Hauptstrecke. Leider finden wir keine geeignete Kurve für Posingfotos. Am Col de Orme erkenne ich einen Blitzer früh und mache extra langsam, was zwei Fahrer hinter mir aus irgendeinem Grund als Aufforderung zum Überholen verstehen. Tjaaa.


    Am Snack du Lac springen die KTM-Fahrer tatsächlich in den See, während die Nipponbiker sich nur bis zu den Füßen rein trauen und ansonsten die Sieben Sachen bewachen. Dann wird im Snack du Lac getafelt und die weitere Route ausbaldowert. Auch hier will ich weder eine Sonderlocke namens Col du Défend, 21 km Umweg, verspreche aber, den Rest der Truppe wieder einzuholen. Auch der Col des Champs spaltet die Gruppe, Manuel und ich wollen, Michael und Sebastian eher nicht. Spätester gemeinsamer Treffpunkt ist damit der Col de Allos.


    So fahre ich alleine im Passknackerrausch diesen Nebenstreckpass ab und genieße Kurven, Landschaft und biege bald zum Colle Saint Michel ab. Von Michael ist aber nichts zu sehen. Dafür aber umso mehr Landschaft.



    Also weiter zum Col des Champs, ein Abstecher zur Passhöhe von Westen her. Auch hier kommt mir noch keiner von meiner Gruppe entgegen. Dafür haut mich die Aussicht um.




    Völlig verwirrt bin ich, als mir nach dem Umkehren bei der Abfahrt Manuel entgegenkommt – wieso bin ich denn nun vor ihm? Bin ich jetzt auch vor den KTM? Auf jeden Fall bin ich vor allen anderen Motorradfahrern, wenn man sie nach Tempo sortiert, und freundlicherweise lässt einen jeder früher oder später passieren, oder sie sind so langsam und mit sich beschäftigt, dass ich völlig problemlos sicher überholen kann. Danke! Den Col de Allos hoch wird es wieder richtig schick. Jenseits der Passhöhe kehre ich ein – und ich bin tatsächlich der erste. Was machen die anderen bloß? Aber das können sie ruhig selbst erzählen.



    Den Col de Allos abwärts tausche ich mit Manuel, der MT-09 fahren will. So habe ich nun eine Z900 unter mir. Zunächst fällt auf, wie krass tief man hier sitzt, verglichen mit meiner MT-09 mit der geraden Street Rallye-Sitzbank. Der Tank ist deutlich höher als die Sitzbank und die Sitzmulde ist eng. Mit anderen Worten, das Mopped tritt einem bei jeder Bodenwelle mit dem Zorn einer betrogenen Ehefrau ins Gemächt. Schön ist anderes. Die Michelin Road 5 überzeugen mich auf diesem Belag hier nicht; ich kann jederzeit Rutscher vorne und hinten produzieren. Der Motor ist drehfreudig, ohne Schrulligkeiten und deutlich kürzer als die MT-09 übersetzt. Das gleicht die 30 kg Mehrgewicht zur MT-09 ziemlich aus. Fahrwerk und Brems verhalten sich unauffällig. Leider bummelt Michael als Tourguide sehr rum und reagiert auf keine Signale, und überholen ist auf dieser Strecke nicht trivial, klappt dann aber doch. So kann ich die Z dann auch mal ausdrehen. Ja, die ist einfach zu fahren und man merkt das Gewicht kaum. Aber Vierzylinder sind halt irgendwie langweilig.


    Wir fahren nun nach Barcelonette rein direkt zu einem Supermarkt. Ich gebe meine Bestellung auf und fahre mit der MT-09 zur erstbesten Motorradwerkstatt, um das Problem mit dem Ventil beheben zu lassen. Sowas geht in südlichen Ländern einfacher als in Deutschland. Normalerweise wäre ich ja zur Werkstatt gegangen, die es mir eingebaut hat, aber das Motorrad wird wohl nie wieder dort vorbeikommen, weil es nach Reiseende direkt dort verbleibt, wohin ich demnächst umziehen werde. So ist die Yamaha dann schon umgezogen und ich fahre mich dem Zug heim. Also ab zur Werkstatt, erst 10 Minuten ignoriert zu werden gehört wohl dazu, als ich die Aufmerksamkeit des Chefs habe gieße ich etwas Wasser aufs Ventil und er versteht sofort was ich will. Da die Regale voller Reifen sind, erwäge ich noch den Kauf eines neuen Vorderreifens: Dieser MPP3 hier zwar erst 3000 km und erst etwa halb runter, aber die nächste Tour übersteht er nicht, und die Arbeit für Reifen auf-/abziehen muss ich bereits bezahlen. Ich frage nach einem Preis, er nennt 140 Euro inkl. Alles, ich gucke gequält. Der Chef zaubert am PC und es kostet nur noch 125 Euro. Das ist kein sensationeller Preis, aber angesichts der Umstände kommt das gerade recht. 20 Minuten später ist das Motorrad fertig, der Mechaniker stellt mir die Rechnung… über 140 Euro. Kam da noch Steuer drauf? Ich diskutiere nicht lange rum, Geld ist meinerseits ausreichend vorhanden und der Service war Klasse. Nachdem ich bezahlt habe kommt der Chef dazu und wundert sich über den Betrag. Der Mechaniker sagt, der hat doch schon bezahlt. Ich packe derweil ein und kümmere mich nicht drum. 100% fair ist anders, aber so gibt’s dann halt kein Trinkgeld und keine namentliche Nennung. Ich fahre zurück zum Campingplatz.


    Abends werden noch die Ereignisse der Rückfahrt der restlichen Truppe besprochen, und die Motorräder aufgeladen. Ich fahre zur Abwechslung bei Sebastian statt Michael mit, denn ich habe am Samstag einen Termin in Nürnberg, und das liegt näher an Sebastians Route. Dann wird der Pavillon abgebaut und ein letztes Mal im Restaurant getafelt. Zur Abwechslung gibt’s für mich mal was Anderes als Pizza oder Burger, nämlich Lamm mit Kartoffelpüree. Das war nicht schlecht, aber typisch Französische Küche ist anders.


    Die Route war heute mit 260 km bewusst kurz gewählt.