Beiträge von Onkel Jimbo

    Ich habe am Auspuff der XSR (der ja baugleich ist)mit 3 verschiedenen Lochdurchmessern experimentiert. Mein Fazit: sobald das Loch größer ist als das Rohr ist das man heraus schneidet, wird der Auspuff nicht mehr lauter..wie soll er auch wenn er immer noch aus dem gleichen "Endrohr" kommt. Solange der Durchmesser vom Endrohr bleibt gibt's soundtechnisch ein Limit.

    ich denke ganz egal ist das nicht. Der originale Yamaha Krümmer besitzt diese Interferenzrohre (Akrapovic bspw auch). Einige andere Zubehörausuffe haben sie nicht. Diese Rohre erzeugen einen Druckausgleich im Krümmer und sollen wohl auch für eine bessere Füllung der Zylinder mit dem Benzin-Luft-Gemisch sein. Soll heißen, wenn man die Abstimmung für den original Pot machen möchte sollte zumindest der Krümmer diese Rohre haben, da sie wohl auch ein kleines Zahnrad in diesem "Getriebe" bilden :eusa-whistle:

    Bleibt nur zu hoffen das sie auch endlich eine Zulassung für die RN43 hat. Bisher hat SC Project, Auspuffe für die XSR900 (die ja auch eine RN43 ist) angeboten die gar keine Zulassung hatten. Hier hat man einfach die Homologations-Nummer von der MT09 RN29 übernommen was erstens, nicht Gesetzeskonform ist und zweitens nicht gerade für ein seriöses Unternehmen spricht. Was auch in der Euro4 Anfangszeit weitestgehend unbekannt war, das man durch die UNECE 92.01 Regelung auch Euro3 Auspuffe an Euro4 Maschinen betreiben darf..wenn Sie für das Motorrad zugelassen sind. Tja..welche Euro3 Auspuffe haben denn die Zulassung für die RN43? Ich hab noch keinen gesehen. Die Hersteller hatten ihre Euro3 Auspuffe alle für die RN29 homologiert. Erst nach 2016/2017 im Zuge der Euro4 Norm wurden neue Auspuffe entwickelt die dann tatsächlich für die RN43 zugelassen waren. Darum kann man sich diese UNECE Regelung bei der RN43 nicht zu Nutze machen.

    Ich war 2017, Freitags auf der Imot und obwohl es eine entspannte Atmosphäre (aufgrund der "wenigen" Besucher) war, ich nur in die S-Bahn steigen musste und völlig unvoreingenommen hingegangen bin war der Besuch für mich ernüchternd. Man hat schnell gemerkt das dort nicht der Hersteller selbst sondern eher die lokalen Händler ausstellen. Aus dem Grund konnte man auch nur Bikes aus dem aktuellen Modellprogramm sehen. Der Zubehörmarkt war zwar recht groß aber preislich nicht dort, wie ich es von einer Messe erwarte (kommt natürlich auch drauf an was man sucht). Wenn ich da mal die Eicma zum Vergleich hernehm komme ich schnell zu dem Schluss das dort mehr fürs Geld geboten wird. Dort präsentieren sich nämlich die Hersteller selbst und man kann auch mal Concept Bikes und Prototypen bestaunen. Mal ein konkretes Beispiel..ich interessiere mich seit einiger Zeit für die Fantic Caballero Flat Track 500. Dieses Bike wurde bereits 2016 auf der Eicma vorgestellt..davon war auf der Imot 2017 aber weit und breit nichts zu sehen. Natürlich darf Fantic als ital. Hersteller in Mailand nicht fehlen und in Dtl gibt es nur ein dünnes Händlernetz. Dennoch gehe ich mit der Grundvorraussetzung zu einer Messe das sich dort der Hersteller präsentiert und nicht der Händler. Wenn ich die Bikes vom Händler sehen will kann ich auch zu ihm fahren. Darum sage ich Imot, einmal und nie wieder. Die neue Kawa Z900RS interessiert mich auch sehr. Da fahr ich aber lieber zur Saisoneröffnung hoch nach Garching zum Kawa Händler und mach gleich ne Probefahrt.


    PS: wenn man die Eintrittspreise von der Imot (15€) und Eicma (21€) vergleicht, hat Mailand das bessere Preis/Leistungsverhältnis..natürlich hat man noch die Reise die sich aber mit einem kleinen Urlaub kombinieren lässt.