Grottenschlecht ist was anderes. Ich bin ja nun auch nicht gerade Expertin in Sachen Fahrwerksgeometrie, kam aber mit dem Serienfahrwerk anfangs super zurecht. Die erste richtlich sportliche Tour mit meinem Mann, der natürlich vom ständigen Ehrgeiz getrieben scheint, Frauchen zu zeigen "wo der Frosch die Locken hat", hat mir nach ein paar Stunden gezeigt, dass das Serienfahrwerk auf Dauer sehr antrengend sein kann. Besonders bei Bodenwellen und während der Kollege gemütlich mit seiner GS um die Ecken heizt, kämpfst du dir hinten einen ab. Obwohl du die Power hättest, einfach schnell merkst, wo die Grenzen des Fahrwerks sind (da meine ich nicht die Lastwechsel-Schaukelei). Das kompensierst du ein paar Stunden durch die Motivation, den Bock mit Feingefühl in Ruhe zu halten und der Schaukelei durch entsprechende Fahrmanöver entgegenzuwirken. Mit der Zeit wird mir das aber zu anstrengend und warum soll ich nicht durch eine Fahrwerks-Aufbesserung, die schnell erledigt ist, etwas daran ändern. Wenn ich nur hin und wieder meine Hausstrecken beheizen würde, wäre für mich das normale Fahrwerk ausreichend. Wir haben zum Spaß auch mal die Bikes gewechselt (ich hasse dieses hohe, schwere Monster) und das Bild war umgekehrt und der Herr von der Notwendigkeit eines anderen Fahrwerks schnell überzeugt.
P.S. die 2010er Streety fuhr sich tadellos (wenn man leichtfüßig ist)