Beiträge von Fichtenelch

    Nachdem ich nun im März meine Gabel auf 2 rechte Cartridges umgebaut habe (danke nochmal an Tomek für die Cartridge) und anscheinend Interesse besteht, liste ich hier mal auf was man für den Umbau benötigt.


    -rechte Cartridge mit Deckel von einem freundlichen MT Fahrer, der auf Cartridge umgebaut hat
    -Öl (ich habe 10W genommen, das sollte man aber nach Gewicht entscheiden), sei es 5W, 10W oder 15W. Auch Mischungen sind natürlich möglich, so dass man z.b. auf 6-7W kommt.
    -Federn, wenn man andere möchte. Ich habe mich für Öhlins entschieden.


    Serienmäßig hat die linke Cartridge nur im letzten Stück Compression Damping, also lässt sich quasi die rechte, schwach dämpfende Cartridge verdoppeln wenn man 2 davon einsetzt, da ja die linke quasi eh keine Funktion hat.


    Ausbau:
    Also, zunächst Motorrad auf Heber vorne und hinten stellen, Bremssättel runter und entsprechend sichern. Solange man die Gabelklemmung noch zu hat, sollte man zunächst den Gabeldeckel oben und den Inbus, der die Cartridge in Position hält lösen. Ich habe das bei mir verpasst und mir dann ein Spezialwerkzeug gebaut, mit dem ich die Cartridge festhalten konnte, während Unbekannter Nr. 2 die Schraube gelöst hat. Ließe sich auch mit einer langen 3/8" Verlängerung z.b. machen, muss man eben sehen was oben in die Aussparung der Cartridge passt. Ich habe so lange geflext bis es gepasst hat. Man muss natürlich aufpassen nicht innen die Gabelrohre zu beschädigen. Habe so ein Werkzeug auch für ~20€ im Internet gefunden, mit dem man die Cartridge festhalten kann.
    Dann eben Gabelklemmen raus, ABS Sensor lösen nicht vergessen auf der rechten Seite und Gabel raus. Dann den Deckel auf, Öl ablassen und dann wird auch schon ein Spezialwerkzeug Nr 2 benötigt um die Feder zu spannen und den Deckel abzuschrauben von der Kolbenstange. ich habe dieses Spezialwerkzeug aus einem Stück Holz mit 2 8mm Bohrern bewerkstelligt, beim Ausbau noch mit Spanngurten beholfen, beim Einbau hat dann Unbekannter Nr 2 einfach das Brett nach unten gedrückt während ich die Cartridge verschraubt habe.
    Also, Cartridge entnehmen wenn der Inbus von unten entfernt ist. Ich musste einen Begrenzer an der Kolbenstange übernehmen, dieser ist einfach nur aufgeschraubt und durch einen Ring in der Nut der Kolbenstange gehalten. Also Muttern lösen, Ring entfernen und auf die 2.te rechte Cartridge setzen.


    Öl Service wird ohne Feder gemacht, also Cartridge einsetzen, festschrauben, Öl nach Wunsch füllen. Ich hatte beide Seiten auf das Maß der rechten serienmäßigen gefüllt und mit einer Saugflasche auf das richtige Maß abgesaugt.
    Dann die Kolbenstange oben mit etwas Draht umwickeln und die Feder einsetzen, Kolbenstange nach oben ziehen, Feder spannen und dann den Cartridge-Deckel mit ~10 NM festschrauben. Wer keinen Krähenfuß hat, einfach so fest wie vorher ;)
    Ich hab dann die Vorspannung auf beiden Seiten auf 4 Ringe gesetzt und die Dämpfung 1,5 Umdrehungen auf.


    Rechte Seite ist also nur Öl- und Federwechsel.


    Bilder zum Federspanner findet man auch bei FZ09 unter Guides, im Shock Spring Service Thread.



    Also ich hab den Umbau wegen den Posts in einem anderen Thread gewagt, hat sich aber gelohnt. Hab ein paar Bilder dazu gemacht, aber mir noch nicht die Mühe für einen gesamten Thread gemacht, nachdem ja auch hier im Thread anfangs nicht so richtig der Andrang war.


    Progressiv oder Linear gibt sich nicht viel, das Öl (Menge und Viskosität) macht da noch eher den Unterschied.
    Wilbers macht progressiv, Öhlins linear, Hyperpro weiß ich nicht...Also im Endeffekt bin ich sehr zufrienden mit meinen Federn.
    Also werde ich wohl später mal einen weiteren Thread machen.

    Nacken oder Rücken? Was hast du denn für nen Helm? Da würde ich mal zuerst ansetzen.
    Bei Rücken würde ich über Lenker und Sitzposition nachdenken, aber bei Nacken fällt mir erstmal nur der Helm ein.

    Hab bei mir neulich auch noch auf die Feder der MT gewechselt, Setup sonst wie von skip2mylou beschrieben. Bei fahrfertigen 92 kg + evtl Gepäck ein ganz anderes Moped.
    Dazu noch vorne 2 rechte Cartridges mit Öhlins Federn und 10W Motul, also kein großes Eintauchen beim Bremsen vorne mehr, und viel mehr Ruhe im Fahrwerk.


    Kommt natürlich drauf an wo man fährt, würd ich in den Alpen wohnen würde ich auch keine 10t auf den Reifen fahren können. Und ob ich im 3. oder 4. oder manchmal sogar 5. durch ne Kurve fahre, macht oft nicht mal einen großen Unterschied. Aber egal, im Rennsport nennt man das Tyre Conserving ;)


    Um die 5 Liter üblicherweise, aber Geschwindigkeit und Verbrauch müssen bei der MT nicht miteinander zusammenhängen, man kann auch einfach dauernd im falschen Gang fahren...bei dem Drehmoment ist das aber nicht mal nötig. Ich beweg mich ja auch oft genug im Führerschein-Entzugs-bereich. Artgerecht ist das sicher. Scheint wohl einfach mit meinem Fahrstil zu passen, da es ja auch Leute mit 600er Sportlern gibt, die über erhöhten Verschleiß am S20 klagen, weil sich die Gummimischung bei zu wenig Temperatur anders verhält. Mein Reifen ist genau so bis an die Kante angefahren wie dein "artgerechter"..oder vielleicht weiter :liar: