Wie sieht es bei euch mit der Arbeit aus??

  • #22

    Moin


    Ich bin in der Automobilbranche tätig und zudem noch in der Firma, die den Dieselskandal mit Verschuldet hat. Bei Uns gehen die Aufträge definitiv zurück und Wir haben Entfall Schichten.


    Wir Arbeiter sind die Leidtragenden an der Geschichte und die, die das Ganze Verursacht haben, kommen wie immer ohne Strafe davon. :icon-cry:


    Das die Leitung uns Jahrelang Angelogen hat, kotzt alle an. Es wurden Versprechungen gemacht, das der Standort Neue Modelle bekommt um die Auftragslage zu verbessern, aber die wurden nicht Eingehalten. Es wird das Blaue vom Himmel gelogen.


    Hätten Wir keinen Betriebsrat und dadurch Tarif Verträge die Fest Bindend sind, dann wäre der Standort bestimmt schon längst Geschlossen worden. Wir haben Stellenabbau und Überall wird Reduziert.


    Personal von A nach B verschoben und Überstunden müssen Abgebaut werden. Im Oktober eine Woche wo das Werk zu ist. Wir merken es Definitiv.


    Gruß

    " Glück kann man nicht kaufen. Aber ein Motorrad und das ist verdammt nah dran."


  • #23


    Nun den "Dieselskandal" hat dein Arbeitgeber nicht alleine verschuldet, da gibts noch viel mehr Hersteller. Leider höhrt man nur von einem Sündenbock, ist ja auch volumenmässig der 2. grösste Anbieter. (Wenn ich dich denn richtig interpretiere)
    Und dass viel versprochen wird und nichts davon eingehalten, kenne ich, wie sicherlich diverse hier im Forum leider auch. Diese Praxis hat sich leider bis jetzt für die Teppichetagen bewährt.


    Unteranderem auch aus diesem Grund habe ich den Sprung gewagt und mich selbstständig gemacht, auch wenns am Anfang sehr hart ist.


    Ach ja, meine Kundenzielgruppe (Autobranche) ist auch bereits seit ein paar Jahren zurückhaltender geworden. Mit immer breiteren Serviceleistungem kann ich dem etwas entgegenwirken.

  • #24

    Moin,


    ich arbeite nun schon seit 35 Jahen in der Baubranche.
    - Verarbeiter
    - Baustoffhandel
    - und nun Industrie (PUR Dämmstoffe)


    Die Branche hat gut zu tun und ich kann mich nicht beklagen.
    Arbeite aber auf Provisionsbasis (80 Pro /20 Fest) und kann davon gut leben.
    Mit dem Dienstwagen kann man viel ausgleichen.


    Möchte auch nicht tauschen.

    Liebe Grüße aus Hamburg
    Stefan


    Tracer 900 GT Nimbus Grey RN 57

  • #25


    Habe lange überlegt meine Meinung hier kund zu tun. Nun denn:


    Warum den Job so wenige machen wollen, ist leicht erklärt:
    Pflegenotstand; hatten wir schon mal, ist alles schon da gewesen '70/ '80/ '90.
    Warum also sollte jemand in einen Job einsteigen bei dem der Notstand Programm ist und
    permanent ein Loch mit 'nem anderen Loch gestopft wird.
    Nur mit Nächstenliebe und Barmherzigkeit kommst du da auch nicht weiter.


    Ich war ca. 12 Jahre raus aus der Pflege. Bin Anfang 2015 wieder eingestiegen und es hat sich
    nichts, wirklich gar nichts geändert.
    Im Gegenteil, in etlichen Bereichen ist es durch weitere Arbeitsverdichtung noch schlimmer geworden.
    Da ist z.B. 1 Pflegekraft im Nachtdienst für mindestens 2 Stationen mit pro 32 Pat. zuständig.
    O-Ton: Die können sich ja von weiteren Stationen untereinander aushelfen wenn's eng wird.
    Dann driftet das System in den Bereich der „gefährlichen Pflege“ ab.


    Es wird davon schwadroniert, dass Pflege professioneller werden soll. Bestimmte
    Dokumentationsmodelle eingeführt werden, Pflege wissenschaftlich werden soll usw.
    Ist ja alles schön u. Gut.
    Jedoch, wo soll die Zeit, geschweige denn das Personal her kommen, um das alles umzusetzen.
    Wir Pflegekräfte sind ja jetzt schon fast nur im Laufschritt unterwegs.


    Letztlich sind wir nur der verlängerte Arm der Pflege- bzw. Krankenkassen. Und versuchen
    das um zu setzen was von oben diktiert wird. --- Und es wird eine Menge diktiert.


    Hr. Spahn hat zwar 'ne Offensive eingeleitet aber woher sollen die qualifizierten Leute denn
    kommen? Jetzt wollen sie wieder anfangen Personal aus anderen Länder zu rekrutieren.
    Alles schon mal da gewesen. S.O.
    Neuste Idee ist ja aus Mexiko usw. Die Rede ist mittlerweile von 60.000 – 80.000 Pflegekräften
    die benötigt werden und die geburtenstarken Jahrgänge (zu denen ich mich auch zähle)
    kommen erst noch in das Alter wo Pflege u. Betreuung relevant wird.
    So um 2025 – 2030 wird es dann richtig interessant.


    Es muss einfach mehr Geld in die Hand genommen werden um Pflege attraktiver zu gestalten.
    An erster Stelle in der Bezahlung auf allen Ebenen als dann auch in der Stellenmenge
    und den Dienstzeiten.


    Pflege ist ein hoch anspruchsvoller Beruf. Der fordernd, manchmal sogar auslaugend ist.
    Wenige der Kollegen halten ihn bis zur Rente durch.
    Ich für meinen Teil weiß auch nicht ob mir das gelingt.
    Wie schon gesagt: Nur mit Nächstenliebe und Barmherzigkeit kommst du da auch nicht
    weiter.


    Ich kann jungen Menschen jedenfalls nur empfehlen bei der Berufswahl den sozialen Bereich
    außen vor zu lassen.
    Es wird in absehbarer Zukunft nicht besser.
    Und es gibt genügend Jobs in denen man bei gesunder Psyche mehr verdienen
    (es ist ja auch für die Arbeitnehmer ein wirtschaftlicher Faktor) kann um eine Familie bequemer
    am laufen zu halten


    Das Handwerk z.B. sucht im Moment auf allen Ebenen händeringend Leute.
    Und die Bezahlung ist i.d. Regel gut bis sehr gut.


    Dies ist meine bescheidene Meinung und Antwort auf die oben gestellte Frage...

  • #26

    Arbeite schon viele Jahre im Tiefbau. Vorarbeiter, Baumaschienenfüher. Manchmal denk ich wir haben schon Kommunismus. Niemals Überstunden ( nicht mal Übersecunden ) . Das Pfuiwort "Samstagsarbeit" exestiert schon Jahre nicht mehr...weil da fahr ich ja die Mopetten 8-) Keine Montage. Baustellen im Umkreis bis maximal 30 Km. Betriebsfahrzeug auf Fahrt zur Baustelle. Die letzten Jahre aller 6 Monate ne Lohnerhöhung. Die 30 Tage Urlaub können wir nehmen wann wir wollen, auch im Sommer. Im Winter gibt`s Schlechtwettergeld, ist zwar weniger, aber was solls...Lebenszeit ist für mich wichtiger als dauernd der Kohle hinterher hecheln. Mit Krankheit oder Kur hat der Chef auch kein Problem, der ist, glaub ich froh das wir jeden Tag kommen. Auftragsbücher sind bis zu nem Jahr voll. Die Leute fragen nicht mehr was es kostet, sondern wann wir anfangen können. Aber alles ganz esy und stressfrei, Termindruck...das gibts schon lang nicht mehr.
    Es gibt ja keinen mehr der den Job machen will. Der Altersduchschnitt liegt bei uns Ü 50. So schlecht find ich den Job allerdings nicht, ist abwechslungsreich und körperlich schwer ist Tiefbau auch nicht mehr, es gibt ja für alles Maschinen und Werkzeuge. Die meiste Zeit sitzt man ja auch im Bagger und schaukelt sich die Ei.. :lol:
    Bis die Krise auf dem Bau ankommt, gibt`s noch 1,5 Jahre den gelben Schein, und 2 Jahre Amt...dann bin ich durch :dance:

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