Archiv des Autors: Felleisen

Wie funktioniert ein Luftfilter?

Ein Motorrad hat im Motor mehrere Filter, die dafür sorgen, dass keine Verschmutzungen in den Motor gelangen. So sorgt der Ölfilter dafür, dass der Schmierstoff frei von Verunreinigungen bleibt, die bei der Verbrennung aber auch durch Abrieb entstehen. Der Kraftstofffilter entfernt Verunreinigungen aus dem Benzin und der Luftfilter sorgt dafür, dass die angesaugte Luft von Fremdstoffen befreit wird. Die Reinigung oder der Tausch des Luftfilterelementes gehört zu den wichtigen Inspektionsaufgabe, denn ein verschmutzter oder gar defekter Luftfilter können zu schweren Schäden im Motor führen.

Im Gegensatz zum Kraftstoff, der von äußeren Umwelteinflüssen weitestgehend geschützt ist, ist die Luft, die der Motor zu Verbrennung benötigt, nicht so leicht kontrollierbar. Sie kennen es sicherlich selbst, wenn die Straße an einem blühenden Feld vorbeiführt und die Luft mit Pollen durchsetzt ist. Oder ein Landwirt sein Feld umpflügt und für eine große Staubentwicklung sorgt. Aber auch in den Innenstädten befinden sich unzählige Verunreinigungen in der Luft. Würden diese in den Motor geraten, würde der Motor mit der Zeit kaputt gehen, da diese zu Ablagerungen führen oder sich im Motor absetzen und dort für Schäden sorgen. Vor allem die Kolbenringe und die Zylinder werden dann beschädigt. Zudem sind Ansaugleistung und Filter aufeinander abgestimmt. Ist der Filter verstopft, gelangt nicht mehr genügend Luft in den Zylinder. Es herrscht ein Kraftstoffüberfluss und es kommt somit zu einer schlechteren Verbrennung und verminderter Motorleistung.

Daher muss der Luftfilter bei jeder Fahrt Höchstleistung bringen. Kein Wunder, dass dieser daher regelmäßig getauscht werden muss. Je nachdem, wieviel Staub in der Umwelt vorhanden ist, kann dieses früher oder später sein. Luftfilter kann man im Zubehörbedarf kaufen. Der Luftfilter K&N eine ungefähre Höhe von 38 Millimetern kann genutzt werden für den Ersatz von quadratischen Luftfiltern mit einer Länge von 171mm, einer Breite von 114mm und einer Höhe von 38mm.

Wie wechselt man den Luftfilter beim Motorrad?

An den Luftfilterkasten kommt man bei einem Motorrad meistens schon nach dem Abbau von Seitendeckel oder Sitzbank. Allerdings gibt es auch Modelle, bei denen auch der Tank abgebaut werden muss. Sind die Teile entfernt, kann man den Deckel des Luftfiltergehäuses öffnen, um das Filterelement zu entnehmen.

Es wird unter den folgenden Luftfilterarten unterschieden: Trockenluftfilter mit Filtereinsätzen aus gefaltetem Papier, Nassluftfilter mit ölgetränkten Schaumstoffeinsätzen und Dauerluftfilter mit Drahtgeflecht. Die Handhabung der trockenen Papierfilter ist dabei am unkompliziertesten. Der Austausch eines solchen Filters sollte je nach Modell etwa alle 10.000 bis 20.000 Kilometer erfolgen. Eine regelmäßige Überprüfung sollten Sie dennoch machen. So kann der Filter ausgeklopft oder mit Druckluft gereinigt werden. Dabei sollten Sie darauf achten, dass dieser immer von innen nach außen ausgeblasen wird. Machen Sie es in die falsche Richtung, drücken sie den Schmutz in die Poren des Einsatzes hinein und dieser verstopft. Zudem können Sie hierbei auch gleich den Luftfilterkasten reinigen, indem Sie ihn mit einem weichen sauberen Lappen auswischen.

Nützliches Motorrad Zubehör für Reisen

Die Urlaubszeit ist für viele Motorradfreunde der Zeitraum, um sich auf längere Touren im Ausland einzulassen. Nach dem routinemäßigen Check des ganzen Motorrads stellt sich die Frage, welches nützliches Zubehör man auf einer längeren Motorradreise mitnehmen sollte. Was braucht man, um die Tour so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten? Je nach Reiseziel, kann eine Werkstatt oder die nächste große Einkaufsmöglichkeit hunderte Kilometer weit entfernt liegen. Da ist es gut, sich vorher Gedanken über alle Eventualitäten zu machen.

1. Die Ersatzteile

Wer in West-Europa oder Nordamerika unterwegs ist, hat es meistens nicht weit, um auch kurzfristig die wichtigsten Ersatzteile oder passenden Reifen zu finden. Schwieriger wird es in exotischen Ländern, wo die Ersatzteile oft erst bestellt werden müssen. Das kann viel Zeit in Anspruch nehmen und im schlimmsten Fall kommen noch Probleme mit dem Zoll- oder der Paketzustellung dazwischen. Sollte man in einem mit Embargo belegten Land unterwegs sein, sind Ersatzteile aus dem westlichen Ausland eventuell überhaupt nicht zu bekommen.
In Süd-Ost-Asien besteht die Gefahr, einer Produkt-Fälschungen auf den Leim zu gehen. Die Ersatzteile sehen zwar genauso aus, erfüllen aber materialtechnisch nicht die Anforderungen, weil zB. anders als beim Original, das Metall nicht gehärtet wurde. So macht es Sinn, sich während der Vorbereitung der Tour mit den wichtigsten Ersatzteilen, abhängig von der Motorradmarke, einzudecken. KTM Ersatzteile können zum Beispiel problemlos online bestellt werden.

2. Der Verbandskasten

In Deutschland ist das Mitführen eines Verbandskasten für Motorradfahrer keine Pflicht. Im europäischen Ausland (zB. Österreich, Italien, Portugal, Spanien) sieht es schon wieder anders aus. Hier ist das Mitführen von Verbandsmaterial Vorschrift. Unabhängig von allen gesetzlichen Regelungen, sollte auf jeder Tour eine Motorrad-Verbandstasche (DIN 13167) mitgeführt werden. Was für Autofahrer eine Selbstverständlichkeit ist, sollte von Motorradfahrern genauso praktiziert werden. Nicht bei jedem Unfall ist ein Auto involviert und je nach Gegend kann es manchmal sehr lange dauern, bis das nächste Auto vorbeifährt, welches dann einen Verbandskasten mit sich führt. Der Inhalt der Motorrad-Verbandstasche kann natürlich nicht nur bei Verkehrsunfällen gute Hilfe leisten. Auch bei kleinen Verletzungen auf dem Campingplatz oder bei Reparaturarbeiten an der Maschine, freut man sich, wenn man sich mit Heftpflaster, Einweghandschuhen und Mullbinden selbst verarzten kann. Motorrad-Verbandstaschen sind so klein, dass sie problemlos im Gepäck untergebracht werden können, kosten nicht viel und können noch mit persönlicher Ausrüstung komplettiert werden.

3. Die Action-Kamera

Was gibt es schöneres, als seine einmalige Motorradtour mit einer Kamera zu filmen, um alle Erinnerungen festzuhalten, das Ergebnis im Freundeskreis zu zeigen oder später als geschnittene Doku im Internet zu präsentieren? Mit einer staub- und wassergeschützten Kamera wird es möglich sein, den kompletten Trip aus Motorradperspektive oder Helmperspektive festzuhalten.
Action-Kamera sind speziell für sportliche Aktivitäten konzipiert, sind robust, widerstandsfähig gebaut und einfach zu bedienen. Viele können schon UHD-Videos aufzeichnen (4K-Format) und gestochen scharfe Fotos machen. Bei einem Gewicht von meistens unter 100 Gramm, fällt dieses nützliche Zubehör von der Größe einer halben Zigarettenschachtel gar nicht auf. Mit passenden Halterungen können diese Kameras am Lenker oder Helm montiert werden und die gesamte Tour oder Ausschnitte davon auf Video aufnehmen.

4. Der Trink-Rucksack

Der Trink-Rucksack kommt eigentlich aus dem Radport und hat sich von dort auch bei vielen anderen Sportarten etabliert. Der portable Wassersack eignet sich bestens, um während der Fahrt trinken zu können, ohne einen Stopp einlegen zu müssen. Ein Wasser-Rucksack ist im leeren Zustand klein, flach und leicht, kann aber immerhin etwa 2 Liter Flüssigkeit aufnehmen. Diese Wasserblase mit Schlauch ist unglaublich praktisch, aber etwas schwierig zu pflegen. Der Trink-Rucksack sollte deshalb nur mit klarem Wasser befüllt werden. Wegen der schmalen Durchmesser der Schläuche, wird eine Reinigung von klebrigen Säften oder zuckerhaltigen Getränken schwierig sein. Als Reinigungsmittel kann man gut auf die Tabs für Zahnprothesen zurückgreifen.

5. Die Griffheizung

Motorradsaison endet für manche Fahrer nicht im Herbst. Sie zieht es in kalte Gegenden, sei es Schottland, Island oder vielleicht sogar die Mongolei. Aber auch wer sein Motorrad in Deutschland im Winter nutzt, kennt das Gefühl der klammen Finger, die man mit jedem gefahrenen Kilometer weniger spürt. Beheizbaren Griffe sind hier ein praktisches Zubehör, um jederzeit fest und sicher zugreifen zu können. Die meisten Griffe haben einen Daumenschalter um die Temperatur der Griffe regulieren zu können, ohne dabei den Lenker loslassen zu müssen. Die nützlichen Handwärmer können problemlos an jedes gängige Motorrad angebracht werden.

Wann ist es an der Zeit, das Motoröl zu wechseln?

Ihr Motorradmotor braucht regelmäßige Ölwechsel. Wir haben für Sie 5 Anzeichen zusammengestellt, die Ihnen sagen, dass ein Ölwechsel erforderlich ist. Obwohl es wichtig ist, den Motorölstand regelmäßig zu überprüfen, ist es auch sehr wichtig, dass Ihr Motorradmotor glücklich bleibt, indem Sie das richtige Motoröl verwenden und prüfen, ob das Öl im Motor noch in gutem Zustand ist. Motoröl ist wichtig, weil es die Motorinnenteile schmiert und kühlt und verhindert, dass der Motor aufgrund übermäßiger Hitze festsitzt.

Aber Motoröl hält nicht ewig, und im Laufe der Zeit wird es schmutzig und verliert seine chemischen Eigenschaften, wodurch es weit weniger effektiv ist. Auch wenn Ihnen jeder Motorradhersteller sagt, wann Sie das Öl wechseln sollten, und das kann je nach Motorrad alle 5000 km bis 15000 km der Fall sein, gibt es andere Dinge, die Sie beachten können, die Sie dazu bringen könnten, das Öl zu wechseln.

Deshalb haben wir fünf Anzeichen zusammengestellt, die darauf hindeuten, dass Ihr Motorrad einen Ölwechsel benötigt.

1. Sehen Sie nach, ob das Öl schwarz und körnig ist

Einige Motorräder haben noch einen Ölmessstab und andere Modelle haben ein Fenster, um den Ölstand zu überprüfen. Am Anfang ist das frische Öl durchscheinend mit hellbrauner Farbe, aber mit der Zeit wird es schwarz und auch dicker. Um die Dicke zu überprüfen, geben Sie ein wenig Öl in Ihren Finger und reiben Sie es mit einem anderen Finger. Es sollte glatt sein. Wenn es nicht glatt ist und Sie Körnigkeit oder Partikel spüren, bedeutet dies, dass das Öl verunreinigt ist und gewechselt werden sollte.

Es gibt keinen exakten Zeitrahmen, in dem sich das Öl zu einem dunkleren Ton ändert, aber wenn Sie es regelmäßig überprüfen, können Sie die Veränderung bemerken. Wenn es langsam dick und dunkel wird, sollten Sie sich an Ihren Händler wenden und einen Ölwechsel vereinbaren. Das Motoröl REPSOL RP163N54 kann genutzt werden, um Ihren Motor zu schmieren. Es ist ein 10W-40 Synthetiköl in einem 4 Liter Kanister aus der MOTO Produuktreihe.

2. Ihr Motor läuft lauter als gewöhnlich

Dies ist eines dieser Dinge, die Sie besser als jeder andere wissen werden, denn es ist Ihr Motorrad, also kennen Sie es wie kein anderer. Besonders wenn es um Geräusche geht.

Frisches Öl bildet eine Schutzschicht zwischen metallischen Teilen im Motor, aber mit der Zeit verliert das Öl diese Fähigkeit und bald darauf hört man, wie Metall auf Metall reibt. Dadurch werden lautere Motorgeräusche erzeugt. Wenn Sie diese hören können, ist es wahrscheinlich ein guter Moment, das Öl zu wechseln.

3. Warnllampen leuchten auf

Moderne Motoren sind mit Sensoren ausgestattet, die durch Leuchten im Armaturenbrett des Motorrads mitteilen, wenn nicht genug Öl im Motor ist. In diesem Fall sollte immer der Motorölstand überprüft und bei Bedarf einfach ein wenig Öl nachgefüllt werden, um ihn auf den normalen Stand zu bringen. Wenn zu wenig Öl vorhanden ist, kann aufgrund des Ölmangels ein ernsthafter Motorschaden drohen.

4. Der Ölstand ist unter der Minimum-Markierung

Wenn der Ölstand immer wieder unter die Mindestmarke am Ölmessstab oder Ölfenster fällt, ist das ein Zeichen für ein Problem. Wenn der Motor kein Leck hat, wird es vermutlich an zu altem Öl liegen. Wenn das Öl beginnt, seine chemischen Eigenschaften zu verlieren und die Schmierung schwieriger wird, verbraucht der Motor mehr Öl als vorgesehen, um sicherzustellen, dass alle beweglichen Teile geschmiert werden. Deshalb sinkt der Ölstand immer schneller als erwartet.

5. Sie erinnern sich nicht, wann Sie das letzte Mal Ihr Motoröl gewechselt haben

Wenn Sie sich nicht erinnern können, wann Ihr Motorrad den letzten Ölwechsel hatte, dann ist das ein guter Hinweis darauf, dass es Zeit für einen Ölwechsel ist. Stellen Sie sicher, dass Sie das Datum des Ölwechsels notieren, damit Sie es zu einem späteren Zeitpunkt überprüfen können.

Auch sollten Sie daran denken, dass Sie bei jedem Ölwechsel auch den Ölfilter wechseln sollten, damit er das frische Öl, das Sie in den Motor einfüllen, nicht verunreinigt.

Zündkerzen – warum sollte man auf Sie achten?

Zündkerzen gehören zu den elementaren Bestandteilen eines Benzinmotors. Im Gegensatz zu Dieselmotoren, die aus diesem Grund auch Selbstzünder genannt werden, muss das Benzin-Luft-Gemisch zum richtigen Zeitpunkt durch einen Funken entzündet werden. Die daraus resultierende Verbrennung führt zu Ausdehnung der Gase im entsprechenden Motorzylinder, sodass der Kolben und die Kurbelwelle angetrieben werden. Daraus resultiert dann das Motordrehmoment, welches für den Antrieb Ihres Wagens genutzt werden kann.
Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Funkenerzeugung durch die Zündkerze(n) – normalerweise gibt es eine Zündkerze pro Motorzylinder – dazu führt, dass diese Bauteile verschleißen. Dadurch müssen die Bauteile regelmäßig ausgewechselt werden, um so sicherzustellen, dass der Motor mit optimaler Effizienz arbeiten kann. Wann genau die Zündkerzen auszutauschen sind, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise der Zündkerzenaufbau und auch das Elektrodenmaterial. Beide Parameter haben dabei auch einen großen Einfluss auf den Bauteilpreis. Oftmals sind besonders billige Ersatzteile dabei auch deutlich verschleißanfälliger.

Welche Arten von Zündkerzen gibt es auf dem Markt?

Im Allgemeinen gibt es so genannte einpolige sowie mehrpolige Zündkerzen, wobei erstere den einfachsten Aufbau darstellen. Bei dieser Art gibt es lediglich eine Mittel- und eine Seitenelektrode – beide aus Metall. Auch wenn diese vergleichsweise preiswert sind, wird dennoch eine effiziente Verbrennung gewährleistet. Leider ist dafür die erreichte Lebensdauer begrenzt. Bei mehrpoligen Zündkerzen gibt es hingegen mehr seitliche Elektroden, sodass eine geringere Abnutzung und höhere Lebenserwartung erreicht wird. Auch die eingesetzten Metalle spielen für die Zündkerzenfunktion eine entscheidende Rolle. Während die einfachsten Kupfer-Nickel-Zündkerzen rund 25.000 bis etwa 30.000 Kilometer verwendet werden können, erreichen Platinzündkerzen eine Haltbarkeit von bis zu 120.000 Kilometern. Dies spiegelt sich jedoch auch in enormen Preisunterschieden wieder. Platinzündkerzen verfügen auch über eine feinere Elektrode und generieren einen stärkeren Funken. Eine ähnliche Lebenserwartung besitzen Bauteile aus Iridium. Ihr Vorteil ist, dass sie hohen Temperaturen und Korrosion besser standhalten. Darüber hinaus brillieren Sie bei der Effizienz der Kraftstoffverbrennung. Gern werden auch Zündkerzen mit Silber verwendet, jedoch sind diese insbesondere für Flüssiggasmotoren interessant.

Die Daten der Nickel-Zündkerze SW 16: 4127 der Marke Denso

Bei der Nickel-Zündkerze Denso 4127 handelt es sich um ein Bauteil, welches dennoch mit einer hohen Effizienz punkten kann. Bei der Elektrode handelt es sich um eine Komponente aus Nickel. Auch der Aufbau ist denkbar einfach, weil dieses Modell nur über eine Seitenelektrode verfügt. Der Durchmesser beträgt 10 mm. Befestigt wird die Zündkerze mit einem Schlüssel der Größe 16 und einem Drehmoment von 12 Nm angezogen. Die Gewindelänge erreicht 19 mm. Hergestellt wird dieses Ersatzteil durch den anerkannten Produzenten Denso und dort unter der Artikelnummer U24FER9 geführt. Die EAN-Nummer lautet dabei 042511412705. Bitte beachten Sie, dass dieses Bauteil in der Regel für Motorräder eingesetzt wird und das die benötigte Anzahl in Abhängigkeit des verwendeten Motors unterschiedlich sein kann.

Motorrad fit machen – Unsere Checkliste

Viele Motorradfahrer freuen sich darauf, nach einem langen Winter wieder auf der Straße starten zu können. Es liegt an der Natur der Sache, dass Motorräder dabei immer wieder mit langen Stehzeiten konfrontiert werden. Um so wichtiger erscheint es, beim Neustart auf die nötige Sicherheit zu achten. Was die Wartung alles umfassen sollte, sehen wir uns hier in diesem Artikel an.

Wartungsarbeit in Eigenregie

Viele Fahrer scheuen sich davor, im Frühjahr einen genauen Blick auf ihr Motorrad zu werfen. Ihre Befürchtung ist, dass dafür direkt professionelle Hilfe für viel Geld in Anspruch genommen werden muss. Entdeckt die Werkstatt dann Mängel, steigen die Kosten noch weiter in die Höhe. Für Sparsame bietet sich aber auf jeden Fall die Möglichkeit, die Wartung in die eigenen Hände zu nehmen. Dafür ist vor allem etwas handwerkliche Geschicklichkeit notwendig.

Wer sich das nicht selbst zutraut, kann jeder Zeit auf. Freunde oder Bekannte zurückgreifen, um das Motorrad vor der ersten Tour des neuen Jahres zu checken. Auf diese Weise reduzieren sich die Kosten allein auf das Material, das unter Umständen benötigt wird, um zum Beispiel Verschleißteile am Motorrad zu ersetzen.

Die richtige Vorbereitung

Bevor es los gehen kann, muss noch etwas Zeit in die Planung investiert werden. Zwingend notwendig ist zum einen das richtige Werkzeug. Eine Grundausstattung kann günstig erworben werden und ist nicht nur bei der Wartung des Motorrads eine wichtige Hilfe. Zum anderen müssen die Flüssigkeiten beschafft werden, die im Frühjahr nachgefüllt werden müssen. Dazu zählen Kühlflüssigkeit, Motoröl, Kettenspray und Batteriewasser. Auch ein Prüfgerät für die Reifen ist in jedem Fall von Vorteil.

Ein Punkt, vor dem sich selbst begabte Heimwerker scheuen, ist die Elektrik. Tatsächlich muss das Augenmerk auf die dort lauernden Gefahren gelenkt werden. Allerdings kann beim Motorrad jeder mit etwas Übung eine Sicherung selbst wechseln. Notwendige Voraussetzung ist, dass dafür ein passendes Set an neuen Sicherungen vorhanden ist.

Auch rechtlich muss beim Start in die neue Saison alles in bester Ordnung sein. Viele bemerken gar nicht, dass zum Beispiel der TÜV überfällig ist. Wer nicht den TÜV überziehen und damit eine Strafe riskieren möchte, sollte sich jedoch genau über den letzten Besuch in der Werkstatt informieren. Im Zweifel reicht schon der Blick auf die alte Plakette aus, um sich darüber Auskunft zu verschaffen. Zu Beginn sind die Konsequenzen nicht besonders streng. Ein Überziehen von zwei bis vier Monaten bringt lediglich Kosten in Höhe von 15 Euro mit sich. Erst nach acht Monaten erhöhen sich die Strafen deutlich. Doch jeder sollte bedenken, dass das Überziehen des TÜVs letztlich auch ein Risiko für die persönliche Sicherheit ist, das besser nicht eingegangen werden sollte.

Kette und Reifen prüfen

Geht es mit der eigentlichen Wartung des Motorrads los, so lohnt es sich, zunächst auf die Reifen zu achten. Vielleicht haben ihnen die Kilometer aus dem letzten Jahr stärker zugesetzt als gedacht. Der Profilmesser zeigt, ob sie noch die Anforderungen für den Einsatz im Straßenverkehr erfüllen. Sollte dies nicht der Fall sein, muss möglichst schnell für passenden Ersatz gesorgt werden.

Wer sein Motorrad über den Winter ruhen lassen hat, muss erst einmal die Kette wieder auf Spannung bringen. Bei dieser Gelegenheit kann auch ihr Zustand geprüft werden. Hier ist es wichtig, dass sich keine Mängel an einzelnen Gliedern erkennen lassen. Das frische Einsprühen der Kette sorgt dafür, dass sie auch in der nächsten Zeit zuverlässig ihren Dienst verrichten kann.

Flüssigkeiten und Filter checken

Der Verschleiß des letzten Jahres kann sich auch an den Flüssigkeiten im Motorrad schnell bemerkbar machen. Ganz klassisch sollte deshalb zunächst der Ölstand genau in Augenschein genommen werden. Dieser ist von größter Bedeutung, um eine zu starke Abnutzung des Motors zu verhindern. Damit auch die Bremsen ihren Dienst wie gewohnt verrichten können, muss der Stand der Bremsflüssigkeit ebenfalls gecheckt werden. Gleiches gilt für das Kühlmittel und auch für die Batteriesäure.

Was das Prüfen der Filter angeht, so haben Motorradfahrer einen klaren Vorteil gegenüber dem Auto. Denn mit ein paar Handgriffen sind sie selbst dazu in der Lage, den Zustand des Luftfilters zu prüfen. Zeigen sich dort deutliche Veränderungen, ist es an der Zeit, ein neues Exemplar an diese Stelle einzusetzen.

Sicherungen und Lampen

Inzwischen sind die Tage lang und die meisten Touren mit dem Motorrad finden ohnehin bei sehr schönem Wetter statt. Und dennoch ist es von größter Bedeutung, einen genauen Blick auf die Beleuchtung des Motorrads zu werfen. Diese zählt zu den essentiellen teilen der Verkehrssicherheit, wo auf keinen Fall Mängel auftreten sollten. Mit ein paar Handgriffen lässt sich ganz klassisch prüfen, ob alle Lampen noch immer ihre Funktion erfüllen. Dies beginnt mit dem klassischen Frontscheinwerfer und dem Fernlicht.

Noch essentieller für die sichere Fahrt am Tage sind funktionierende Blinker vorne und hinten. Gerne vergessen wird in diesem Zuge das Bremslicht, welches ebenfalls gecheckt werden sollte. Dies geht am besten zu zweit. Wer die Wartung alleine durchführt, der hat die Möglichkeit, das Bremslicht in der Nähe einer Wand zu positionieren. So zeigt sich auch vom Motorrad aus deutlich, ob das Bremslicht wie gewünscht funktioniert.

Die erste Probefahrt

Nicht nur am Motorrad kann der Winter seine Spuren hinterlassen haben. Auch geübte Fahrer kommen etwas aus dem Rhythmus, wenn sie über viele Monate nicht mehr auf ihrer Maschine saßen. Aus dem Grund raten Experten dazu, es bei der ersten Ausfahrt des Jahres nicht gleich zu übertreiben. Stattdessen lohnt es sich, eine kleine Strecke in der Nähe zu wählen und erst einmal ein Gespür für das Fahren zu bekommen. Zum anderen kann beobachtet werden, ob das Motorrad seltsame Geräusche von sich gibt oder die Bremsen noch nicht so reagieren, wie dies eigentlich gewünscht ist. Diese kleinen Mängel lassen sich korrigieren, noch bevor die größere Tour des Jahres begonnen wird. Auch die gewisse körperliche Anstrengung, wie sie gerade das sportliche Fahren mit sich bringt, lässt sich auf diese Art und Weise besser ausgleichen.

Fazit

Auch am Motorrad gibt es eine Reihe von Arbeiten, die vor der ersten Fahrt im Frühjahr eingeleitet werden sollten. Mit kleinem Aufwand ist jeder dazu in der Lage, diese selbst durchzuführen, ohne sich an eine teure Werkstatt wenden zu müssen.

Yamaha MT-09 – Bereit für den Sommer

Mit der ersten Yahama MT-09 schuf der Hersteller eine völlig neuartige Maschine für mehr Nervenkitzel auf den Straßen. Damit begann eine neue Ära der Hyper-Naked-Bewegung. Die Wurzeln der MT-Baureihe liegen mehr als 10 Jahre zurück. Damals lautete der Auftrag für die Designer von Yamaha, ein ungewöhnliches Motorrad zu kreieren – ein völlig neues Motorrad mit einem extrem agilen Fahrwerk und einem starken Motor, der mit seiner Kraft enormen Fahrspaß im Sommer verspricht. Damit dieser Spaß nicht in der nächsten Kurve endet, muss das Zweirad topfit für die Motorradsaison sein. Doch wie wird das Motorrad zum Saisonstart startklar gemacht?

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die meisten Motorradfahrer dürften pünktlich im Spätherbst ihre Yamaha MT-09 in den Winterschlaf geschickt haben. Wie es sich gehört, natürlich blitzblank geputzt, mit neuer Öl- und Bremsflüssigkeit, entnommener Batterie und Bremsen sowie Reifen im Top-Zustand. Wurde die Yamaha dann auch noch in einer trockenen, gut belüfteten Umgebung untergestellt, dürfte eigentlich nur ein Knopfdruck genügen, um die neue Motorradsaison einzuläuten. Soweit die Theorie, die Praxis sieht anders aus. Fast alle Motorradfahrer können ein Lied davon singen: Zwar wurde das Motorrad in einem Super-Zustand untergestellt, trotzdem gibt es immer wieder Startschwierigkeiten – sei es nur die Kette, die erst nach den ersten 50 Kilometern auffällt. Dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Ein Vorab-Check vermeidet solche unschönen Überraschungen. Dann ist noch die Zeit, sich die passenden Ersatzteile zu besorgen. In Online-Shops wie Motointegrator werden die meisten Yahama-Biker fündig.

Kette, Bremsen, Öl & Co. – die Schwachpunkte prüfen

Ketten verschleißen. Das ist nun mal der Belastung während der Motorradsaison geschuldet. Ein Verschleiß zeigt sich an den sogenannten Haifischzähnen. Dann muss die Kette und unter Umständen auch das Ritzel ausgetauscht werden.

Ein Kettendurchhang tritt ebenfalls häufig auf und sollte schnellstens behoben werden. Bei zu wenig Durchhang werden Ritzel und Getriebeausgangswelle nur unnötig belastet.

Biker, die beim Einmotten auf den Ölwechsel verzichtet haben, sollten dies jetzt nachholen und den Ölfilter gleich mit wechseln. Auch während der Saison gilt: Eine regelmäßige Kontrolle des Ölstands vermeidet Motorschäden.

Fast lebensnotwendig ist die Kontrolle der Bremsen. Wer vor allem im Bergland unterwegs ist, spielt mit seinem Leben, wenn er ohne Funktionsprüfung der Bremsen losfährt. Es genügt, das Motorrad langsam zu schieben und zu prüfen, ob die Bremsen bei Zug am Hebel und den Tritt aufs Pedal reagieren. Auch die Bremsbeläge und Bremsleitungen sollten untersucht werden. Treten beispielsweise Undichtigkeiten oder poröse Stellen auf, besteht Handlungsbedarf.

Die gesamte Hardware muss passen

Biker, die bei jeder Witterung unterwegs sind, brauchen Top-Reifen. Liegt das Restprofil unter 1,6 Millimetern, sind neue Reifen fällig. Das gilt auch bei Rissen in der Karkasse oder wenn während der Fahrt plötzlich Lenkerschlagen oder ungewohnte Vibrationen auftreten. Hat der Reifen noch genug Profil, gehört zumindest die Prüfung des Reifenfülldrucks vor der ersten Fahrt zum Motorradcheck.

Zu guter Letzt sollte auch das Fahrwerk einer Prüfung unterzogen werden. Vor allem Gabel und Federbein müssen auf Undichtigkeiten und Funktion überprüft werden. Auch die Grundeinstellung der Federbasis und Leichtgängigkeit von Rad- und Schwingen- und Lenkkopflager sollten sichergestellt werden. Sind alle wichtigen Komponenten geprüft, steht der ersten Tour der Motorradsaison nichts mehr im Wege.

Die schönsten Tagestouren mit dem Motorrad

Motorradfahren ist die Symbiose aus Spaß und Abenteuer. Individualität und Freiheit werden großgeschrieben. Es gibt allerdings keine Knautschzone und bei schlechtem Wetter wird die Tour zur Tortur. 

Trotzdem besitzen in Deutschland 17 Millionen Menschen die Fahrerlaubnis, mit steigender Tendenz. Immer öfter wird Yamaha & Co. benutzt, um eindrucksvolle Landschaften zu erkunden. 

Alpengletscher erfreuen auf den Tagestouren durchs Gebirge jedes Bikerherz!

Majestätische Gipfel und bizarre Schluchten

Mit dem Zweirad ist man nicht an offizielle Routen gebunden, eine robuste Motocross Bekleidung & Ausrüstung und etwas Zubehör sind ausreichend, um bis in entlegene Winkel vorzudringen.

Zu den schönsten Strecken gehören die Mittel- und Hochgebirge, besonders, wenn sie von malerischen Flußtälern und Gletschern begleitet werden. Nach der enthaltsamen Coronapause ist es an der Zeit, einige der schönsten eintägigen Streckenprofile vorzustellen.

Die obere Donau im Herbst

Der Herbst mit seinen leuchtenden Farben ist ein immer wiederkehrendes jährliches Spektakel, welches sich besonders gut auf der Alb und im südlichen Schwarzwald genießen lässt. Gibt es hier doch noch genügend Mischwälder, welche in einer pittoresken Farbenflut ihre Blätter abwerfen. Deshalb ist die knapp fünfstündige Tour mit ihren Bergpassagen im Panoramaformat und den urigen schwäbischen Wirtshäusern die perfekte Tour zum Saisonabschluss.

Schon beim Start in Sigmaringen am Fuße des Schlosses umschmeichelt die Donau mit ihren in den schönsten Farben geschmückten Alleebäumen das Auge. Nach dem Tunnelportal am Panthelstein beginnt hinter Laiz eine Rennstrecke, bei der sich warmgefahren werden kann. Nach dem Städtchen Dietfurt wird es dann eng und schmal, die hohen Fahrkünste werden ausgepackt. An den engsten Stellen sorgen Tunnel für die sichere Verkehrsführung, wobei die atemberaubende Natur in jedem Moment präsent bleibt. Hinter Thiergarten bieten sich einige Gasthöfe mit Terrasse für das Mittagsmahl an.

Bei Rottweil gehört die Aussicht auf den Lemberg und die umliegenden Tafelberge zu den Höhepunkten der Tour, bevor es gilt, den Albtrauf zu bezwingen. Danach geht es durch das Lautertal zur Albhochfläche Richtung Zwiefalter Münster, dass sich inzwischen zu einem regelrechten Bikertreff entwickelt hat.

3-Länder Tour durch Österreich, die Schweiz und Italien

Tirol ist ein bikerfreundliches Bundesland. Der Ofenpass und der Reschenpass besitzen keine Wintersperrung, wodurch sich die Dreiländertour am besten im coronageplagten Ischgl aus starten lässt. Es lohnt sich, die kleine Straße nach Tobadill hinaufzunehmen, um den genialen Ausblick zu genießen. Danach gehts über die B 180 zu den Eidgenossen. Im Inntal wird eine Burgenlandschaft passiert, bevor es hinter Zehrez den Ofenpass bis auf 2150 Meter hinauf geht. Italien ist erreicht.

Zur Stärkung bietet sich die beeindruckende Aussichtsterrasse des Hotels Kastellatz an, die hinter Mals erreicht wird. Nach der Mittagspause geht es weiter zum Reschensee zur versunkenen Kirche, einem Highlight des Bike-Tourismus. Am Nachmittag führt die Reise über die Norbertshöhe zurück ins Inntal. Hier sind noch einige Abstecher möglich, u.a. der zollfreie Einkauf in Samnaun oder zur Piller Höhe.

Rund um die Zugspitze

Eindrucksvolle Panoramapässe, tolle Seen und vielfältige gastronomische Leckereien lassen die Fahrt rund um Deutschlands höchsten Gipfel zu einer Genussroute werden. Zum Start bietet sich Landeck in Tirol an, wo sich das Hotel Enzian schon seit über 20 Jahren auf Biker aller Coleur spezialisiert hat. Das erste Highlight dieser Strecke bietet die Fahrt auf das Hahntennjoch. 30 Alpenkilometer, auf denen Busse, LKW und Wohnanhänger verboten sind, lassen das Bikerherz jubilieren. Weiter geht’s in einem knackigen Drive durchs wunderschöne Namlostal. Nach Reutte wird die Fahrt entlang des Plansees, Tirols zweitgrößtem natürlichen See, romantisch. Die umgebenden Ammergauer Alpen laden immer wieder zum Verweilen ein. 

Über den Ammersattel wird Oberbayern erreicht. Der Abzweig nach Ettal besticht durch seinen griffigen Asphalt bis hinauf zum gleichnamigen Kloster. Nach den lustvollen Kehren bei Oberau empfiehlt sich eine Stärkung in Garmisch im Berggasthof Panorama, wo der überwältigende Ausblick auf die Zugspitze und ihre steinigen Nachbarn den Höhepunkt der Tour darstellt. Über Mittenwald und Seefeld sprengt der Kühtaisattel die 2000er Marke, wobei es bei der Abfahrt nach Oetz trainierte Oberarme braucht. Für den krönenden Abschluss sorgen die 1559 Höhenmeter der Piller Höhe mit ihrem Kurvenfeuerwerk.

5 schöne Motorradrouten in Norddeutschland

Der Norden Deutschlands hat zwar kaum Höhenunterschiede zu bieten, dafür aber raue Küsten, mondäne Badeorte, historische Städtchen und einzigartige Moor- und Heidelandschaften. Unterwegs können Sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten bewundern, sich in Freizeitparks amüsieren oder einfach die Natur genießen.

Lüneburger Heide

Von Hamburg aus erreichen Sie in Kürze die Universitätsstadt Lüneburg und können von hier eine Rundreise durch die Lüneburger Heide starten. Zuerst sollten Sie aber noch das Salzmuseum und die historische Altstadt besichtigen. Dann fahren Sie Richtung Soltau, wo Sie die Wahl zwischen mehreren Freizeitmöglichkeiten haben, so können Sie den Heidepark, den Serengeti-Park oder den Vogelpark Walsrode besuchen. Unterwegs freuen Sie sich über die Aussicht auf typische Heidelandschaften, reetgedeckte Bauernhäuser und grasende Heidschnucken. Sie können Ihre Reise noch ein Stück nach Süden fortsetzen und die Gedenkstätte Bergen-Belsen besichtigen, bevor Sie wieder nach Lüneburg zurückfahren.

Rügen

Die Insel Rügen bietet sich für eine ausgiebige Rundfahrt an. Zum Auftakt Ihrer Tour können Sie sich auf dem Festland in Stralsund die historische Altstadt ansehen oder eine Hafenrundfahrt machen, bevor Sie über den Rügendamm fahren. Sie haben die Wahl, ob Sie sich auf eine weite Tour entlang der Westküste Richtung Norden machen oder aber die kürzere Strecke zu den Sehenswürdigkeiten im Nordosten der Insel wählen. Besuchen Sie unbedingt die Hafenstadt Sassnitz und die 394 Meter lange Seebrücke Sellin. Mindestens ein Mal müssen Sie Ihr Motorrad stehen lassen und eine kurze Fahrt mit dem „Rasenden Roland“ unternehmen, der seit 1895 betriebenen Dampflok. Schließlich sollten Sie sich die berühmten Kreidefelsen ansehen und den imposanten Ausblick vom Königsstuhl genießen.

Harz

Im Harz kommen alle Motorradfahrer auf ihre Kosten, denn in Norddeutschlands einzigem Mittelgebirge schlängeln sich kurvige Straßen durch weiträumige Waldgebiete, die im Sommer herrlich erfrischen. Hier können Sie unberührte Natur erleben oder sich von Märchen, Sagen und Hexengeschichten in ihren Bann ziehen lassen. Starten Sie zum Beispiel eine Tour im mittelalterlichen Städtchen Osterode und besichtigen Sie die Burg Lichtenstein. Dann besuchen Sie den Luftkurort Clausthal-Zellerfeld und fahren von da aus weiter zur Iberger Tropfsteinhöhle. Durch die kleine Stadt Wildemann geht es in den 25 Hektar großen Nationalpark Harz. Zum Abschluss Ihrer Tour können Sie in Torfhaus Gleichgesinnte treffen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Nordseeküste

Von Ostfriesland bis Sylt können Sie sich an der Nordseeküste auf beinahe menschenleeren Straßen den Wind um die Nase wehen lassen. Aber noch schöner kann eine Tour abseits der touristisch erschlossenen Badeorte sein. Fahren Sie doch einmal von Stade aus ins alte Land mit seinen riesigen Apfelplantagen, die Sie am besten während der Apfelblüte im Frühling bewundern sollten. An der Elbe entlang geht es nach Norden über Wingst und Otterndorf nach Cuxhaven. Hier können Sie sich an den Strandpromenaden von Sahlenburg oder Duhnen wie im Badeurlaub fühlen. Dann fahren Sie nach Osten durch ausgedehnte Moorgebiete nach Bremerhaven und weiter über Bremerförde zurück nach Stade.
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Mecklenburgische Seenplatte

Von Berlin aus können Sie eine Tagestour in die Mecklenburgische Seenplatte unternehmen und in der Wasserstadt Fürstenberg/Havel inmitten eines unberührten Wald- und Seengebietes beginnen. Den nördlichsten Punkt Ihrer Rundreise bildet die Stadt Neubrandenburg, in der Sie sich die mittelalterliche Kernstadt aus rotem Backstein ansehen sollten. Weiter führt die Route nach Neustrelitz, eine im Spätbarock angelegte Stadt, in der Sie das Schloss mit Schlossgarten und Orangerie besichtigen können.
Diese kurzen Tourentipps sollen Ihnen nur erste Ideen liefern. In jeder Region können Sie noch viele weitere schöne Motorradrouten entdecken und bekommen unterwegs bestimmt Lust auf mehr.