siehst du, das ist der Unterschied zwischen uns. Dir könnte es an Ostern passieren, mir an Neujahr und an jedem anderen Tag des Jahres. Während du dich auf Ostern freust, weil du dann mal wieder auf´s Motorrad steigst, bin ich dieses Jahr schon fast 2000 km gefahren, alleine heute an die 100 km. Morgens bei nassen Straßen, abends bei Dunkelheit und Schneeregen.
Warum ich das mache? Weil ich mit dem Motorrad viel schneller und unproblematischer von a nach b komme, ich keine Parkplatzprobleme habe, weil mir Nässe und Kälte wenig anhaben können und weil es einfach meine natürliche Fortbewegung ist. Glaubst du nicht, daß man da ein Gefühl dafür bekommt, ob ein Reifen taugt oder nicht, und das selber am besten beurteilen kann?
Also, jeder wie er möchte und jeder, wie er kann.
Kein Mensch verurteilt dich, wenn du lieber vermeindlich auf Nummer sicher gehen willst, einfach, weil du´s zu unsicher bist, um dir selber ein Urteil bilden zu können, ist doch o.k. Aber dann greif auch bitte nicht Leute an, die wissen, was sie tun.
Beiträge von dergeorg
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Ich sag doch, das muß jeder für sich selber entscheiden.
Gemein find ich eher, mit der vermeindlichen Gefährung Unbeteiligter zu argumentieren.
Wie soll denn das gehen?
Man fährt einen Reifen, der die Tracer z.B. bei 170 zum Pendeln bringt, hält, weil man es nicht besser weiß, den Lenker krampfhaft fest, und kracht dann in eine Mutter mit Kind, die zufällig am Wegesrand steht? schon klar...
Sowas testet man doch auf einer geraden, breiten Straße ohne Verkehr irgendwo im Nirgendwo, und dann weiß man auch, wo die Grenzen sind.
Und glaub mir, ich kann eine pendelnde Tracer einfangen, ohne zu stürzen.
Genauso ist es doch mit dem Grip bei Schräglagen und beim Bremsen auf trockenen, kalten und nassen Straßen. Da tastet man sich ran, erkundet den Grenzbereich und muß halt richtig reagieren, wenn man ihn überschreitet.
Und wenn man sich all das nicht zutraut, hilft auch keine Unbedenklichkeitsbescheinigung für den Reifen.
Aber wie gesagt, das muß jeder selber für sich entscheiden, und wenn einer für sich anders entscheidest wie ich, geschieht das mit derselben Freiheit und Verantwortlichkeit. Und ich greif doch auch keinen an deswegen. -
https://www.ifz.de/reifen-fabrikatsbindung/
Diese Stellungnahme des ifz sagt eigentlich alles. Wer auf der sicheren Seite sein will, nehme einen Reifen mit Unbedenklichkeitsbescheinigung, wer selber gerne Reifen testet, darf dies tun, hat aber auch selber das Risiko, wenn er sich hinpackt.
Ich gehöre eher zum zweiten Typus. Hab mir inzwischen Montagegerät und Wuchtgerät besorgt und wechsle die Reifen selber. Aber letztendlich muß das jeder für sich selber entscheiden.
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nö, die sind 10 jahre alt.
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mit entsprechend niedriger Motorleistung ist das kein Problem. Auto fahr ich, um möglichst günstig irgendwo hin zu kommen, und inzwischen auch nur, wenn ich unbedingt muß. Aktuell hat unser Kleiner, den inzwischen meine ältere Tochter fährt, mit 22 Jahren 180000 Kilometer runter und den zweiten Satz Sommer- und den ersten Satz Winterreifen.
Warum wird denn in diesem Forum alles, was man sagt, sofort angezweifelt?
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gerade beim PKW erhöht man den Luftdruck, um Sprit zu sparen. Sogar der ADAC empfiehlt 0,2 bar mehr. Ich fahr immer wie für Vollbeladung angegeben, trotzdem halten meine Reifen oft an die 100000 km. Aber mit der Dose fahr ich eigentlich nie in Grenzbereichen, in denen es auf den Grip ankommt.
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Endstand für 2017: 41366 km
Zwischenstand für 2018: 1792 km -
anders herum wird ein Schuh draus. Wenn du mit weniger Luftdruck fährst, walkt der Reifen stärker und wird dadurch schneller warm und insgesamt heißer.
Tourensportreifen funktionieren innerhalt eines Temperaturfensters von handwarm bis gut 60 grad. Dort bieten sie ausreichend bis maximalen Grip. Werden sie noch heißer, fangen sie an zu schmieren und verlieren in kurzer Zeit sehr viel an Profil.
Im Winter macht es also durchaus Sinn, den Luftdruck zu erniedrigen, ebenso in der Übergangszeit bis vielleicht 10 Grad Außentemperatur. Zum einen wird die Arbeitstemperatur schneller erreicht, zum anderen wird der Latsch, und damit die Fläche, die Kraft auf die Straße übertragen kann, vergrößert. Beides bei niedrigen Temperaturen durchaus sinnvoll, sodaß man selbst z.Z. noch Schräglagen von annähernd 45 Grad zustande bringt.
Im Sommer braucht man das nicht. Da reicht der verkleinerte Latsch und die hohen Außen- und Straßentemperaturen, um sehr schnell in die Vollen gehen zu können, und man läßt nicht ganz so viel Gummi auf der Straße wie mit niedrigerem Luftdruck.
Sportreifen funktionieren ein bischen anders. Sie brauchen Temperaturen um die 60 Grad, um ordentlich zu grippen und fangen erst bei Temperaturen über 80 Grad an zu schmieren. Deswegen fährt man auf der Renne gerne mit niedrigerem Luftdruck, um dieses höhere Temperaturfenster schneller zu erreichen. -
War heut nochmal ein bischen Richtung Spessart unterwegs, stark bewölkt, 3-4 grad, aber trockene Straßen: