"DUNLOP D214 J": Hergestellt in Japan und überwiegend als Erstbereifung von Yamaha und Kawasaki. Laufleistung ist abhängig von der Fahrweise und dürfte so zwischen 2.000 und maximal 4.500 km im Schnitt liegen. Aufwärmphase ca. 10 km (abhängig von der Umgebungstemperatur). Dein Streckenprofil entspricht auch so ziemlich meinem. Der Reifen hat mich sehr positiv in seinen Grip-Eigenschaften (auch bei Nässe und Starkregen) entgegen meinen Erwartungen überrascht. Sehr neutral, auch in Extremschräglagen gibt er eine gute Rückmeldung und lässt sich gut durch den Kurvenverlauf steuern ohne hohem Aufstellmoment. Auch beim Bremsen zeigt der Reifen keine Schwächen. Sehr positiv ist der sehr neutrale Geradeauslauf auch bei hohem Tempo. Etwas enttäuscht er bei groben Bodenunebenheiten, hat eine etwas sensible Eigendämpfung, die manchmal gut mit Bodenwellen und manchmal auch kippeliges Verhalten zeigt (hängt sicher von der Temperatur ab, kann aber auch am Fahrwerk der Serie liegen). Der Reifen ist sehr verformungssteif, außer man quält ihn auf zu langen Autobahnstrecken. Aufgrund seiner weichen Mischung dürfte man aber auch einen Teil der platter gewordenen Karkasse durch kurvenreiches Fahren wieder zurückrunden (hat natürlich seine Grenzen). Hab ihn aber nicht bei Sommertemperaturen gefahren. Alles so im Bereich von 10°C bis 23°C. Hatte nie das Gefühl den Reifen zu überfordern, fahre aber auch immer ca. 20 % unterhalb des Grenzbereichs. Der Angstreifen war nach 1.500 km auf ca. 10 mm geschrumpft und am Ende (bei 4.111 km) fast völlig weg. Für einen Sportreifen wäre er mir aber zu sensibel, als tourentauglicher Alltagsreifen aber durchaus kein schlechter Kompromiss, wenn man mal sportlich unterwegs ist. Bei Sportreifen fände ich den BT S20 Evo oder Pirelli Diabolo Rosso II und evtl. noch der Michelin PiPo3 deutlich geeigneter. Der neue Metzeler Sportec M7 RR wäre sicher noch eine Alternative. Mit den Contis hab ich keine Erfahrungen.