Beiträge von merlin63

    nachdem ich im Laufe der Jahre etwa ein halbes Dutzend Scheiben individuell angepasst habe hat sich bei mir eine faforisierte Vorgehensweise etabliert.


    Ich klebe die Scheibe zunächst großflächig mit superfeinem Malerkrepp ab und zeichne mir die gewünschte Kontour darauf an.

    Entlang der Kontourlinien schneide ich dann als erstes mit einer "Miniflex", in meinem Falle einem 12 Volt Akku-Winkelschleifer von Bosch, die Scheibe aus und lasse noch etwa 0,5 bis 1mm Material stehen.

    Im nächsten Schritt wird mit einem Schleifklotz und 80er Schmirgelleinen die exakte Kontour nach gearbeitet und anschließend mit 180er Leinen abgeschlichtet.

    Als vorletzter Stepp wird die Schnittkante mit einer Ziehklinge geglättet und beidseitig ein gleichmäßiger 2mm Radius an die Schnittkanten gezogen.

    Als finaler Schritt wird die Kante dann noch mit einer superfeinen Schleifpaste (Würth, 3M, o.ä.) poliert bis alle Bearbeitungsspuren verschwunden sind.

    Ein etwas mühseliges Geschäft, aber das Ergebniss rechtfertigt den Aufwand!

    ...Wenn man nicht täglich damit zu tun hat verdient es schon das Prädikat "Künstlerisch wertvoll" den Bremssattel aus dem Anker zu bekommen und das Hinterrad daran vorbei zu zirkeln ohne irgendwo anzuticken...

    Ein kleiner Tupfer mit dem Lackstifft und gut ist es. - Das ist ein Fahrzeug und kein Ausstellungsstück für die Vitrine...

    Das kann ich so unterschreiben...😉

    Die aktuelle Tracer kann bei mir auch keinen Blumentopf gewinnen und es ist wieder eine RN57 geworden...

    - in Sachen Motorleistung bei der Honda kann man sicherlich geteilter Meinung sein und ich denke auch, dass ein geschmeidiges Aggregat mit weicher, satter Kraftentfaltung von unten heraus besser gepasst hätte als ein spitzer Sportler.

    Unabhängig davon finde ich aber, das Honda bei dem Bike rein vom Äußeren her etliche Details deutlich schöner gelöst hat als Yamaha es bei der Tracer9 getan hat.

    Naja, und ein samtig laufender Reihenvierer würde mir persönlich bei vergleibarem Gewicht die Wahl sehr leicht machen...

    eine Materialermüdung der Ruckdämpfer ist vielleicht gar kein abwegiger Gedanke.

    Allerdings würde ich vor dem Hintergrund der Witterungseinflüsse als aller erstes mal nach den Hinteren (hinter dem Kettenrad) schauen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die hart und spröde geworden sein könnten ist IMO recht groß.

    Ersatz ist für rund € 80,- z.B. bei "my Kettenkit" zu bekommen.

    Wenn Du das Problem nach dem Ausschlussprinzip angehen willst wäre das für mich der erste Schritt. Alles was danach kommt ist mit deutlich höheren Kosten verbunden...

    Das "Problem" müsste dann ja alle CP3 älteren Motoren betreffen, also auch alle MT09 und XSR900.

    Sie alle haben den gleichen Motor mit der gleich Einbaulage.

    Auch wenn Das vielleicht gelegentlich auftreten sollte bin ich eher geneigt das an technischen Problemchen oder schlicht an Wartungsfehlern festzumachen als an einer einzigen Type der CP3 Baureihe.

    Ölmenge beim Wechseln lt. Werksangabe 2,4 liter ohne und 2,7 liter mit Ölfilter...

    Da braucht es kein Nachfüllen nach Augenmaß! - Rein damit und fertig.

    Wie ich ja schon geschrieben habe hat meine erste RN57 (EZ 2018) auf genau diese Art ind Weise knappe 100tkm abgespult ohne ein einziges Mal rumzuzicken. Und auch die Zweite (EZ 2019) die ich gebraucht gekauft habe hat seit dem gute 15tkm auf die Uhr bekommen ohne irgendwelche Probleme zu machen...

    Auch wenn's in erster Linie eine Kontrolle ist, so ist es trotzdem essentiel für einen runden Motorlauf. Der CP3 ist konstruktionsbedingt schon ein etwas rauer Geselle und wenn die Drosselklappen nicht synchron arbeiten verstärkt sich das nochmal deutlich...

    Das die RN57, die im Übrigen einen ganz ordinären CP3 ohne spezielle Modifikationen hat, anfälliger in Sachen Ölmenge sein soll gehört ins Reich der Fabeln und Märchen!

    Die Tracer ist nichts weiter als eine auf Crossover-Tourer gepimmpte MT09.

    Da hat der Händler Dir einen Bären aufgebunden.

    Ich kenne die RN57 nur als sehr zuverlässiges Touren-Möpi und bin mit meiner Ersten fast 100tkm ohne Probleme unterwegs gewesen. Das einzige bekannte Problem an dem Motor ist der Geber für die Ganganzeige. Da sind häufig bei ca.40-50tkm die Kontakte etwas verschlissen und die Anzeige spinnt...

    Wie meine Voredner schon schrieben dürfte da irgend ein technisches Problem vorliegen für das ich an deiner Stelle den Händler in die Pflicht nehmen würde.

    Bei einer Gesamtölmenge von gerade mal 2,7l litern incl.Ölfilter einfach mal 200ml on Top drauf zu kippen ist schon starker Tobak...

    ...oder so wie ich es auf dem Zettel habe... - Meine erste Mopete war 1981 eine Kawa Z650B2. - Sollte ich irgendwann mal eine günstige ergattern könne bei der sich ein Restaurieren wirklich noch lohnt, dann heißt es bei mir "back to the roots"

    Bis dahin lebe ich einfach damit alles was mit Mechanik zu tun hat selber zu erledigen und nur bei tiefer gehenden Elektronikproblemen das Geld für eine Vertragswerkstatt in die Hand zu nehmen...